Niederbayerns Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich fordert eine Reform des Sozialstaats. Olaf Heinrich will ein „Schluss mit ‚Weiter so‘“. Noch könne man das Runder herumreißen – allerdings müsse man damit beginnen, die richtigen Fragen zu stellen, ehrliche Analysen zu veröffentlichen und sich trauen, die notwendigen Reformen anzugehen. Denn in der jetzigen Form, über Schulden finanziert, könne der Sozialstaat nicht dauerhaft existieren, so der Bezirkstagspräsident. Der Bezirk hat mit enorm gestiegenen Kosten zu kämpfen – allein heuer rechnet er mit Ausgaben von rund 675 Millionen Euro im sozialen Bereich. Rund 90 Prozent des Bezirkshaushalts fließen in soziale Aufgaben. Es brauche einen Bewusstseins- und Einstellungswandel in der Gesellschaft, sagt Olaf Heinrich. Sein Appell: Wir müssen wieder darauf zurückkommen, dass Leistung Spaß macht.