Der Bayerische Jagdverband fordert eine Reform des Waldgesetzes – und damit das Ende des Grundsatzes „Wald vor Wild“. Bei einer Klausurtagung in Mauth beschloss das BJV-Präsidium ein entsprechendes Positionspapier. Ziel: Ein fairer Ausgleich zwischen Tierschutz und Waldwirtschaft. Jagdverbands-Präsident Ernst Weidenbusch kritisiert: Der bisherige Grundsatz bedeute Profit vor Tierwohl – und sei verfassungsrechtlich fragwürdig. Im Positionspapier fordert der BJV zudem Änderungen am forstlichen Gutachten: Dieses messe Verbissschäden auf viel zu kleinen Flächen und blende wichtige Faktoren wie Wasserhaushalt, Boden und Freizeitnutzung aus.